Alltags-Tipps

Gesund, sicher & klimafreundlich - Infos & Alltagstipps für tägliche Familienwege

Wie Sie ihr Kind mit Rad, Bus, Bahn, Roller und zu Fuß gut auf den Weg bringen

So unterschiedlich Familien sind, so unterschiedlich sind ihre Wege. Für Ihren Alltag haben wir Ihnen hier Tipps zusammengestellt, die Ihnen die Vorbereitung Ihres Kindes auf das eigenständige Bewegen im Straßenverkehr erleichtern sollen. Für alle Verkehrsmittel – auch für die Fahrt im Auto – finden Sie hier Anregungen, wie Sie zu mehr Gesundheit, Sicherheit und Klimaschutz im Alltag beitragen können.

Alltagstipps für den Schulweg ihres Kindes

Empfehlungen der movidu Netzwerkpartner für gesunde, sichere Weg mit Freude an der Bewegung.

Mit dem Fahrrad zur Schule

Fahrradfahren macht Spaß, ist gesund, klimafreundlich und schnell. Daher macht es Sinn,Kinder bis 8 Jahre auf ihrem Schulweg mit dem Rad zu begleiten, bis sie den Verkehr richtig einschätzen können. Laut Straßenverkehrsordnung müssen Kinder bis zum vollendeten 9. Lebensjahr auf dem Fußweg fahren. Kinder zwischen 8 und 10 Jahren dürfen frei zwischen Radweg und Fußweg wählen – ab 10 Jahren müssen Sie den Fahrradweg benutzen.

Üben mit Spaß – auf der Straße und im Grünen

Damit das Radfahren sicher Spaß macht: Fahren Sie oft gemeinsam mit Ihrem Kind in Ihr er Freizeit mit dem Rad und erklären Sie ihm die Verkehrsregeln vor Ort. Wählen Sie Strecken mit wenig Verkehr und sicheren Übergängen. Bringen Sie ihrem Kind bei, einen Sicherheitsabstand zu parkenden Autos zu halten – für den Fall, dass eine Autotür plötzlich geöffnet wird. Zeigen Sie ihm, wie es an Torausfahrten anhält und prüft, dass kein Auto kommt und es sicher weiterfahren kann. Fahren Sie gemeinsam die grünen, schönen Strecken, auf denen Radfahren besonders Spaß macht.

 

Von klein auf dabei in Bus und Bahn

Für kleinere Kinder sind Ausflüge mit Bus und Bahn richtige Abenteuer. Machen Sie ein Erlebnis aus der Fahrt und zeigen Sie Ihrem Kind die Abläufe. Wenn Sie Ihr Kind von klein auf in öffentlichen Verkehrsmitteln mitnehmen, wird es mit dem Ein- und Aussteigen vertraut. Zeigen Sie ihm die Fahrpläne, lassen Sie es die richtige Verbindung aussuchen und die Fahrkarte kaufen. Alle Infos finden Sie unt er gvh.de.

Gemeinsam unterwegs

Sie sind das Vorbild für das richtige, rücksichtsvolle Verhalten in der Bahn. Sie können Ihrem Kind am besten zeigen, wie es sich selbst behaupten oder Hilfe holen kann (z. B. über die Notrufknöpfe). Üben Sie mit ihm, andere Fahrgäste oder das Service-Personal nach Unterstützung zu fragen. Routineabläufe haben Kinder mit genug Übung nach kurzer Zeit gelernt. Begleiten Sie Ihr Kind so lange, bis es sich sicher fühlt und Sie sich sicher sind, dass es auch den Verkehr beim Ein- und Aussteigen gut im Blick behält. Auch Jugendliche und Erwachsene sollten darauf achten.

Gute Orientierung – gut für die Entwicklung

Auf ihren täglichen Wegen lernen Kinder sich zu orientieren, Orte im Kopf miteinander zu verbinden und eine „innere Landkarte“ zu entwickeln.Das geht viel leichter zu Fuß, mit Roller und Rad, als vom Auto aus. Kinder lernen besser, sich in ihr er Umgebung zu orientieren, wenn sie sie langsam und selbstständig erkunden können – was auch gut für ihre Gehirnentwicklung ist.


Gemeinsam den Weg finden im „Laufbus“

Am liebsten gehen Kinder in Begleitung –zum Beispiel in einem „Laufbus auf Füßen“, einer Gruppe von Kindern, die zusammen zur Schule laufen, anfangs mit einem Erwachsenen. Wenn Kinder gemeinsam zur Schule gehen, fühlen sie sich sicherer und werden besser gesehen. Tun Sie sich mit anderen Eltern zusammen, sprechen Sie die Idee auf dem Elternabend an und erstellen Sie mit den Elternvertretern eine Karte der Wohnorte der Kinder – so können die optimal en gemeinsamen „Laufbus-Routen“ gefunden und leicht organisiert werden.

Das klimafreundlichste Elterntaxi

Jeder Autokilometer, den Sie einsparen, ist eine Investition in die Zukunft ihres Kindes. Wir könnten jedes Jahr 7,5 Tonnen klimaschädliches CO2 einsparen, wenn in Deutschland jede dritte kurze Fahrt mit dem Auto stattdessen zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt würde. Bringen Sie daher ihr Kind möglichst nur selten mit dem Auto zur Schule. Alternativ können Sie für den Bring -Dienst eine Fahrgemeinschaft gründen, ein (Lasten-) Rad oder eine Tandem-Kupplung am Fahrrad nutzen und sich selbst Bewegung an der frischen Luft gönnen.

Kinderfreundlich mit dem Auto unterwegs

Sind Sie doch einmal als „Elterntaxi“ mit dem Auto unterwegs, dann mit passenden ECE-geprüften Kindersitzen. Achten Sie auf Kinder zwischen parkenden Autos. Denken Sie an den „Toten Winkel“ und den Schulterblick, wenn Sie abbiegen. Fahren Sie langsam. Parken Sie korrekt. Öffnen Sie Autotüren nur, wenn Sie sicher sind, dass kein Fahrrad kommt. Warten Sie hinter haltenden Schulbussen. Kinder sehen Sie als Vorbild und sind auf Ihre Rücksicht angewiesen.

Was sagen Familien?

Wie sieht gesunde, sichere und umweltfreundliche Mobilität im Alltag aus?

Wer steht hinter movidu?

Im Aktionsnetzwerk movidu haben sich verschiedenste Partner zusammengeschlossen, die sich alle für ein gemeinsames Anliegen einsetzen: Kinder und Jugendliche sollen lernen, möglichst sicher, eigenständig und umweltschonend von A nach B zu kommen! Die Unterstützung von Schulen bildet den Schwerpunkt unseres Engagements. Das Netzwerk ist eine Initiative des Mobilitätsmanagements der Region Hannover in Kooperation mit der Niedersächsischen Landesschulbehörde und der Klimaschutzagentur Region Hannover GmbH.

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